Startseite

.

Willkommen bei den Pilzen des Saarlandes

Das Saarland (SL) liegt im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland und mit rund 2570 km2 das kleinste Flächen-Bundesland unserer Republik, hinsichtlich der Einwohnerzahl mit knapp 1 Million das zweitkleinste nach Bremen.

Bevölkerungsdichte: 388 Einwohner pro km2.

Im Norden und Osten grenzt es an Rheinland-Pfalz, im Westen und Süden an Frankreich und im Nordwesten an Luxemburg

Das Land ist bzw. war durch Bergbau und Stahl geprägt. Dem schlossen sich Automobilbau und weiteren neuen Technologien an.

Ein Drittel der Fläche des Saarlandes ist mit sommergrünem Mischwald bedeckt. Damit hat das Saarland gemeinsam mit Hessen und Baden-Württemberg die prozentual größte Waldfläche Deutschlands. Darüber hinaus nimmt hier der Laubwald im Vergleich zu allen anderen Bundesländern den größten Anteil der Gesamtwaldfläche ein, jedoch meist kleinparzellig. Das Saarland erstreckt sich über Teile des Hunsrücks mit dem Schwarzwälder Hochwald, des lothringischen Schichtstufenlandes und des Saar-Nahe-Berglandes. Außerdem dringen die Ausläufer des Pfälzer Waldes weit in das Land ein. Die höchste Erhebung ist der Dollberg (695 m), nördlich von Nonnweiler; zweithöchster ist der Schimmelkopf (694,8 m) im Schwarzwälder Hochwald.

Geologisch besteht es aus Schichten des Oberkarbons im nördlichen, eine mit rotliegenden Sedimenten gefüllte Saar-Nahe-Senke, das permische Vulkanitgebiet im Nordosten aus basischen und sauren Härtlingen, das mittelsaarländische Buntsandstein-Waldland und das pfälzisch-saarländische Muschelkalkgebiet.

Weitere wichtige Gebiete sind der Bliesgau und der Saargau mit ihren fruchtbaren Kalksteinböden.

Das Saarland liegt in der Übergangszone zwischen atlantischem und kontinentalem Klimabereich. Durch die nach Westen offene Lage dominieren allerdings die subatlantisch verbreiteten Sippen. Wegen der klimatischen Grenzlage begründet sich das Vorkommen einiger für unsere Region typischer Pflanzen und Pflanzengesellschaften, wie sie in ihrer spezifischen Artzusammensetzung und Ausbildung im gesamten Gebiet nicht mehr auftreten. (A. Bettinger 2010, Die Vegetation des Saarlandes)

Dies spiegelt sich auch in den vielen Naturschutz / Landschaftsschutzgebieten wieder (113 Gebiete; Stand Februar 2017).

1980 wurde der bundesländerübergreifende Naturpark Saar- Hunsrück gegründet. https://www.naturpark.org/

Im März 2015 der Nationalpark Hunsrück-Hochwald mit Teilen im Saarland. http://www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de/

Dies trägt auch zu der Artenvielfalt der Pilze bei. Die ersten Dokumentationen bzw. Schriften über Pilze reichen z.T. bis ins 18. Jahrhundert zurück. Dies wurden durch J.A. Schmitt gesichtet und ausgewertet.

Der berühmte Arzt und Botaniker Hieronymus Bock (Tragus, 1498-1554), 3.Auflage seines Kräuterbuches (BOCK 1551) trägt eine Widmung vom 4.2.1551 an seinen Saarbrücker Gönner.

Johann Friedrich Christian Koellner (1733-1809) war ab dem Jahr 1760 Hofgärtner am Saarbrücker Hof des Fürsten Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken (1718-1768).

Matthias Schäfer, vor allem in der Zeit zwischen 1823 und 1829.

Ludwig Blatter (1875-1937), Seminarlehrer und Studienprofessor in Ottweiler.

Friedrich Hussong (1860-1942) war Lehrer und Rektor der früheren Viktoria-Schule in Neunkirchen und jahrelang Ortsvorsteher der Unterstadt Neunkirchen. überarbeitet.

Otto Huber (1894-1955), gehörte seit 1921 als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde an.

Ludwig Müller (1897-1983), Oberlehrer in verschiedenen Volkschulen im Saarland, zuletzt in Blieskastel, zählte schon bald zu den besten Pflanzenkennern im Saarland und war besonders an Naturschutz und Landschaftspflege interessiert.

Sowie Walter Kremp (1900-1990) und Alfred Ludwig.

Ab ca. 1938 durch Helmut Derbsch* in seinem Lieblingsgebiet dem Kreuzberg in Völklingen (ab 1949), wodurch eine Vielzahl seiner Arbeiten entstanden. Als Beispiel für eine seiner vielen Arbeiten: „Die Blätter- und Röhrenpilzflora des Völklinger Kreuzberggebietes in den Jahren 1950 bis 1985“ im Atlas der Pilze des Saarlandes Teil 2.

Ab 1969 durch die AG Mykologie des Saarlandes (H. Derbsch*, G. Gross*, J.A. Schmitt und ab 1980 mit G. Heck, P.-H. Kann und G. Kühner), bis 1990 mit W. Schmitt, H.-W. Grass, Karin Montag, Günter Saar, Thomas Münzmay* und vielen anderen).

Sowie die DELATTINIA e.V. - Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes,
c/o Zentrum für Biodokumentation in Landsweiler-Reeden. https://www.delattinia.de/ . In der Gesellschaft gibt es noch die Arbeitsgruppe „Pilze“ unter der Leitung von Dr. J.A. Schmitt.

Die wohl bekanntesten und umfangreichsten Literaturwerke über und um die Pilze des Saarlandes entstanden unter der Federführung von Dr. Johannes A. Schmitt und Helmut Derbsch.

-          Atlas der Pilze des Saarlandes Teil 1 „Verbreitung und Gefährdung“ (1984, H. Derbsch und J.A. Schmitt)

-          Atlas der Pilze des Saarlandes Teil 2 „Nachweise, Ökologie, Vorkommen und Beschreibung“ (1987, H. Derbsch und J.A. Schmitt unter Mitarbeit von Gerhard Gross und Werner Honczek)

-          die aktuelle Checkliste und „Rote Liste“ für das Saarland, 2. Fassung 2007 von Dr. Johannes A. Schmitt Die Hauptarbeit der Pilzsippen-Erfassung (Funde, Bearbeitung, Bestimmung - auch von externen Funden -, Dokumentation) lag und liegt auf den Schultern von Helmut Derbsch*/Völklingen, Dr. Gerhard Gross/Blieskastel, Werner Honczek*/Neunkirchen und Dr.Johannes A. Schmitt/Blieskastel-Assweiler, sowie über 100 Personen, sowie Pilzvereinen, die in unterschiedlichem Umfang mitgewirkt haben. (Quelle, Checkliste und Rote Liste der Pilze (Fungi) des Saarlandes; 2. Fassung)                                                                                                                                            

Herbarien:

              Fundbelege aus dem Saarland in Form getrockneter Pilz-Fruchtkörper (bei Saprobionten

überwiegend mit Substratbelegen) sind vor allem

im umfangreichen Fungarium von J.A. Schmitt hinterlegt, oft zusammen mit meist am Standort aufgenommenen Farbfotos und Notizen oder Beschreibungen zu den frischen Funden:

- Pilze des Saarlandes, Fungarium Dr. Johannes A. Schmitt/Blieskastel-Assweiler, aktuell ca. 27.000 Belege, ca. 20.000 Fotos, alle Pilzgruppen; z. Zt. an der Universität des Saarlandes deponiert; Verwalter: Dr. J.A. Schmitt

- Helmut Derbsch*/Völklingen: ca. 200 Belege (Blätterpilze), im Fungarium Dr. J.A. Schmitt/Saarbrücken integriert.

- Dr. Gerhard Gross/Blieskastel: ca. 1200 Belege (Hypogäen), 50 Fotos; Verwalter Dr. J.A. Schmitt, Blieskastel-Assweiler

- Ernst Günther/Homburg: (Myxomycetes)

- Günter Heck/Bliesransbach: (divers)

- Karin Montag/Primsweiler: (v.a. Blätterpilze)

Eine Pilzzeitschrift kann das kleine Saarland auch vorweisen. Hier gilt jedoch nicht mehr klein, jedoch umso feiner, denn „Der Tintling“  http://tintling.com/ ist eine in ganz Europa gelesene Zeitschrift von Karin Montag. Er erscheint im Format DIN A5 mit 102 Seiten pro Ausgabe. Schwerpunkte sind Berichte und Diskussionen über mykologische Themen, insbesondere Großpilze, Taxonomie, Pilzbeschreibungen, Mikroskopie, Nomenklatur, sowie Gespräche mit Personen aus dem Umfeld der Pilzkunde, Kulinarisches, Kritisches, Literaturrezensionen, Kommunikation, Termine, Folklore/Prosa. Die Zeitschrift erschien erstmals am 29. März 1996 in einer Auflage von 1000 Exemplaren. Seit 2010 erscheint sie im zweimonatlichen Turnus und umfasst demnach 6 Hefte pro Jahrgang. Die Auflage beträgt 2600 Exemplare. (Quelle: Wikipedia)

An Pilzvereinen und Arbeitsgemeinschaften gibt es ein paar zu bieten.

-          die Arbeitsgemeinschaft „Hochwälder Kahlköpfe" http://www.mykolaus.de/kahlkoepfe/index.htm

-          die Pilzfreunde Saar-Pfalz e.V.  http://www.pilzfreunde-saar-pfalz.de/

-          Pilzinteressengemeinschaft „Die Drieschlinge" http://www.saarpilz.de/menu.html

Die Datenerfassung der kartierten Pilzfunde für das Projekt „Pilze Deutschland“ erfolgt über das Programm Mykis und werden von Dirk Gerstner eingepflegt.

Die neueren digitalen Daten stammen zum großen Teil von Dr. Johannes A. Schmitt, Blieskastel und Winfried Schmitt, Körprich mit jeweils mehreren tausend Datensätzen. Viele Funddaten werden von den „Hochwälder Kahlköpfen“ und den „Pilzfreunden Saar- Pfalz“ beigesteuert oder stammen aus der „DGfM-Onlinekartierung“.

Im Saarland gibt es mit Sicherheit noch viele Funddaten/Datensätze die in Papierform bereits existieren. (Auswertungsdaten zur Rotel Liste, und viele mehr.) Diese müssten nur der DGfM e.V. zur Verfügung gestellt werden um sie zu digitalisieren.